Rosso in Italia

Rosso in Italia

Mein Fuhrpark ist seit diesem Frühjahr um eine Bella erweitert worden. Eine Ducati Hyperstrada steht seit Kurzem neben der Yamaha und macht mir viel Freude. Das war ein Geschenk von mir für mich anlässlich eines runden Geburtstags. Nach reichlicher Überlegung komme ich zum Entschluss mit dem roten Spaß Mobil nach Italien zu fahren.

Das Moto hat ja serienmäßig zwei Koffer und einen Tankrucksack habe ich noch dazu gekauft. Also spricht nichts dagegen sich mit der Roten Bella auf den Weg über die Alpen zu machen.

Das Ziel für die nächste Woche wird Umbrien, etwas Toskana und die Marken sein. Diese Regionen sind jetzt vielleicht nicht so ganz im Fokus der Italienreisenden, allerdings habe ich auf diversen Touren schon die ein oder andere Ecke hier kurz besucht. Es war eigentlich immer zu wenig Zeit um sich etwas genauer umzuschauen. Wie ich bald feststellen muss, es lohnt sich auf jeden Fall hier sich ein paar Sachen etwas intensiver anzusehen.

Ok, dann wollen wir mal – hier ist meine Reisereportage – Rosso in Italia


Marina di Massa

Die Anreise

Am späten Nachmittag erreiche ich Marina di Massa. Die Wettervorhersage war ein voller Erfolg, man muss die Wetterfrösche auch mal loben. Es war sehr angenehm bei Sonnenschein und vergnüglichen Temperaturen zu fahren. An die Versiglia, so nennt man den Landstrich zwischen Meer und Alpi Apuane, fahre ich ja mindestens einmal Jahr. Das ist für mich der zentrale Ausgangspunkt für weitere Touren durch Italien, wobei man auch vor Ort bleiben könnte. Es gibt durchaus einige lohnenswerte Ziele und nicht nur zum Motorrad fahren.

Die Sitzbank der Ducati ist jetzt keine Sänfte, bretthart könnte man das stylische Ding auch ohne Übertreibung nennen, aber mit vielen Pausen geht das schon. Eine Comfort Sitzbank ist was für Memmen und Warmduscher, rede ich mir zu und nicke ab und zu zur Bestätigung. Sonst gibt es eigentlich wenig bis gar nichts von der Anreise zu berichten. Es ist Sonntag, morgen ist der 1.Mai und damit überall Feiertag, also war nichts los auf der Bahn. Einige Nachzügler auf dem Weg zum Urlaubsort, keine LKW unterwegs, ein sehr entspanntes Rollen (bis auf das etwas angespannte Sitzfleisch)

  • Marina di Massa-40
  • Marina di Massa-40
    Marina di Massa-40

    Es gibt so gut wie keine Parkplätze mehr am Meer. Mann, Frau auch, die Kinder sowieso, genießen einen Hauch von Frühsommer am Strand des Mittelmeeres. Ein ziemliches Gewusel, genauso wie ich es erwartet habe und man es von Italien kennt. Vor allem am späten Nachmittag wird am Lungomare flaniert und Bella Figura gemacht. Ganze Familien sind unterwegs, der Lärmpegel ist entsprechend, dann muss die elegante Signora den letzten Schrei der Alta Moda vorführen, am Arm den Signore, der nicht weniger elegant daherkommt.

    Einige Moto Fahrer cruisen, nein falsch ausgedrückt, sie sprinten im ersten Gang, die anderen sind scheinbar ausgebaut bzw. verboten, lautstark die Straße entlang. Obwohl so ne Ducati mit offenen Termignonis … das ist schon ein geiler Sound. So muss Italien – ich bin angekommen!

  • Marina di Massa-38
  • Marina di Massa-38
    Marina di Massa-38

    Im Hotel Italia habe ich ein Zimmer im Voraus gebucht und wurde nicht enttäuscht. Blick aufs Meer, große Sonnenterrasse und halbwegs brauchbarer WiFi Empfang. Ein prüfender Blick auf die Speisekarte des Restaurants im Hotel überzeugt und lasse mir vom Service einen Tisch zuweisen. Im Hof des Hotels parkt die Rosso, da ich denke mir, dass etwas Rosso zum Essen nicht schlecht wäre. Eine Weinkarte gibt es nicht, aber als mir die freundliche junge Dame erklärt, sie hätten neben einem Toskanischen Wein auch einen Nero d´Avola im Angebot, brauche ich nicht lange zu Überlegen. Ein sehr gutes sizilianisches Tröpfle zu solider italienischer Hausmannskost, der erste Tag der Reise endet schon mal prima und mit der nötigen Bettschwere ziehe ich mich zurück.

  • Marina di Massa-61
  • Marina di Massa-61
    Marina di Massa-61


    Lago Trasimeno 13 

    Zum Lago Trasimeno

    Ein wirklich opulentes Frühstücksbuffet ist im Restaurant des Hotels aufgebaut, es fehlt an nichts und für italienische Verhältnisse einfach sensationell. Allerdings ist das nichts für mich, aber einen Cappuccino trinke ich noch an der Bar während ich auf die Rechnung warte. Sieh da, der gute sizilianische Rotwein von gestern Abend steht nicht auf der Rechnung, also gibt es etwas mehr Trinkgeld für den prima, engagierten Service.

  • Hotel-2
  • Hotel-2
    Hotel-2

    Gut gelaunt mache ich mich auf den Weg, der V2 bollert vor sich hin, so steuere ich bei strahlendem Sonnenschein die Hyperstrada auf die Autostrada. Das kurze Stück bis nach Livorno lässt sich so schnell überbrücken, die Landstraße ist keine wirkliche Alternative für mich. Viel zu sehen gibt es nicht und die paar Euro, welche die Autostrada kostet, sind nicht der Rede wert. Allerdings kann ich nichts bezahlen, da an der Mautstation das Moto nicht erkannt wird. Die im Asphalt eingelassene Kontaktschleife ist entweder tot oder reagiert nicht auf Ducatis. Es gibt ja schon länger keine Mautstationen mit Personal, sondern alles geht über Automaten. Drei verschiedene Spuren versuche ich, nirgends wird die Hyper erkannt. Also ein eleganter Schwung um die geschlossene Halbschranke und weiter geht es. Bin gespannt ob da noch im Nachgang Ärger ins Haus steht.

    Südlich von Livorno geht es bei strahlendem Sonnenschein an einem tiefblauen mittleren Meer vorbei. Mal etwas Fotografieren, dann ein Stück weiterfahren, erneuter Halt um diesen vorzüglichen italienischen Café zu trinken. So kann das gerne weitergehen. Nun, es ist der 1. Mai und langsam aber sicher werden die Straßen voller. Manchmal kommt es mir so vor, dass alles, was sich irgendwie bewegen kann, heute auf den Beinen ist. Natürlich die berühmt berüchtigten Sonntagsfahrer in ihren Dosen, aber Rennrad Fahrer meinen auch, sich etwas breit machen zu müssen. Wer hat eigentlich Wohnmobile erfunden? Dazu einige 46er, aha, was sind denn bitte schön 46er?

  • Ducati-2
  • Ducati-2
    Ducati-2

    Valentino Rossi, il Dottore, #46, seines Zeichens einer der besten und erfolgreichsten Moto GP Rennfahrer überhaupt, ist in Italien sehr beliebt, um nicht zu sagen extrem populär. Und was macht der geneigte Moto Fahrer hier? Genau, er eifert seinem Idol nach. Und das auch, was die Geschwindigkeit angeht, allerdings auf öffentlichen Straßen. Das finde ich nicht wirklich gut, sondern ziemlich gefährlich und daher entschließe ich mich etwas abseits des allgemeinen Gewusels zu fahren.

    Es gibt nicht so viele Alternativrouten von Cecina nach Volterra, auch das Tankstellennetz ist mittlerweile recht ausgedünnt in der Region. So heißt es also in den sauren Apfel beißen und nach Volterra fahren. Echt grausam, fürchterlich voll ist es hier, aber es gibt halt auch Tankstellen. Nix wie weg hier, und ab Colle di Val d´Elsa entspannt sich alles merklich. Eigentlich wollte ich mir Colle di Val d´Elsa mir mal ansehen, X mal bin ich hier schon durchgefahren, aber diesmal wird es auch wieder nix. Das Argument von wg in den Moto Klamotten kann man sich schlecht was ansehen, zieht bei mir immer. Lieber gut gefahren als schlecht gelaufen.

    Weiter in den Süden führt mich der Weg, unterbrochen von einem kurzen kulinarischen Zwischenstopp. Ein leckeres Panino con Prosciutto crudo (Schinkenweckle) sowie ein Café lohnen allemal eine kurze Pause. Also geht es gestärkt weiter und der Spaß Faktor mit der Hyperstrada nimmt auf der Strada Statale nimmt eher zu als ab. Ich bin ja immer noch in der Toskana, es ist aber nicht die Bilderbuch Gegend die man als Postkarten Motiv kennt, hier ist es sehr waldig und auch die hügelige Landschaft ist eher selten. Das ändert sich erst als ich wieder in Richtung Westen fahre.

    Der Wald lichtet sich zusehends und mehr offene Landschaft zeigt sich dem Reisenden. Bald rückt auch der Monte Amiata ins Blickfeld. Der Berg ist mit 1738 m die höchste Erhebung in der südlichen Toskana und bietet prima Strecken zum Biken. Ski fahren kann man hier auch. Wenn denn der Berg nicht in Wolken wäre, würde ich ja mal wieder drüberfahren. Also verschiebe ich eine Überquerung auf die nächsten Tage und fahre mit einem eleganten Hüftschwung drum rum.

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    Landscape-4

    Der Sitzfleisch wurde so langsam wieder aufmüpfig. Manchmal frage ich mich schon was das soll, eine schöne Region mit tollen Straßen, mal was Anderes wie Odenwald und co. Was soll also das Gemecker und Gejammer? Dann meldeten die inneren Sensoren noch Hunger und Durst, da habe ich dann kapituliert, weil nämlich … der Klügere gibt nach.

    nach lago trasimeno


    Castiglione del Lago 29 

    Castiglione del Lago

    I borghi più belli d´Italia - Die schönsten Orte Italiens

    So nennt sich eine private Vereinigung in Italien, die sich der Förderung kleinerer Orte auf die Fahnen geschrieben hat. Das ist so ähnlich wie „les plus beaux villages“ in Frankreich und steht eigentlich immer für schnuckelige kleine Orte, die einen Besuch lohnen. Mit Castiglione del Lago habe ich einen Volltreffer gelandet. Die Altstadt liegt auf einem Hügel und thront über dem Lago Trasimeno. Traumhafte Ausblicke auf den See und die umliegenden Berge, dazu gibt es im Ort zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Perfetto!

  • Castiglione del Lago-19
  • Castiglione del Lago-19
    Castiglione del Lago-19

    Ich habe in der Albergo La Torre schon im Voraus ein Zimmer für die kommenden Tage reserviert und kann mich nur dafür loben - ein echter Glücksgriff. Natürlich habe ich die Daten in Google Maps gespeichert um mich via Smartphone den berühmten letzten Kilometer dahin führen zu lassen. Nur zur Erinnerung, man schreibt den 1. Mai, es ist also Feiertag und wirklich alle feiern. Die ganze Altstadt ist mehr oder weniger Fußgängerzone und man sieht vor lauter Besuchern kaum noch die Straße. Also gehe ich per Pedes zur Unterkunft und checke erst mal ein. Der Padrone ist ein wirklich freundlicher und zuvorkommender Mensch, dazu spricht er so gut Englisch wie ich Italienisch, also klappt die Verständigung seltsamerweise prima. Vorsichtig frage ich nach dem Hoteleigenen Parkplatz und den Weg dorthin. Kurz darauf habe ich ein hoch offizielles Schild der Gemeinde um den Hals hängen, dass, soweit ich das verstehe, mir hochoffiziell erlaubt, hier zu fahren. Also rolle ich vorsichtig durch die Menschenmenge der Eis essenden Flaneure. Der Sound des Testastrettas reicht und die Menschen machen ein Schritt zur Seite. Die „Verstöße“ in Kurzform, gegen die Einbahnstraße fahren, durch die gesperrte Innenstadt und keiner regt sich auf – Italien halt.

  • Castiglione del Lago-17
  • Castiglione del Lago-17
    Castiglione del Lago-17

    Ein erster Schnellcheck von Castiglione war, nachdem ich mich umgezogen hatte, angesagt. Wirklich groß ist das Centro Storico nicht und man kommt zu Fuß bequem überall hin. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick:

    -          Piazza Mazzini

    -          Palazzo Ducale

    -          Festung

    -          Spezialitätengeschäfte

    Die Sensoren für Hunger und Durst waren immer noch sehr Aktiv und nervten so langsam. In Umbrien gibt es eine lange Kultur was Wurstwaren und Schinken angeht, vor den kleinen Läden wird Werbung für Wurst aus Norcia gemacht – Cono del Mulo (Eselseier) – aber auch allerhand z.T. mit Trüffel verfeinerte Würste und Antipasto werden angeboten. Für das Abendessen ist es noch zu früh, aber so ein kleiner Teller mit Wurst und Schinken geht immer. Dazu ein kühles Bier und die Sensoren zeigten kurze Zeit später grünes Licht.

    Als es Zeit fürs Abendessen ist, öffnet der Himmel seine Schleusen und ein mächtiges Gewitter bricht los. Es hatte sich die ganze Zeit schon merklich verfinstert und pünktlich zur Essenzeit geht’s es los. Also die Regenjacke angezogen und zum Restaurant gegangen. Die tolle Panorama Terrasse ist jetzt nicht wirklich angesagt und ich esse im Inneren. Kurz vor dem Dessert, der Regen hatte schon stark nachgelassen, sehe ich ein magisches Licht. Die Sonne geht unter und scheint mit einem atemberaubend warmen Licht durchs Fenster. Die nicht wenigen Gäste des Restaurants reagieren auch darauf …bellissima. Also schnell bezahlt und raus Fotos gemacht.

    Eine unwirkliche Stimmung breitet sich aus, jeder Besucher der Terrasse ist fasziniert und fotografiert die surreale Szene. Ein junger Mann fragt, ob er mal die Fotos der Canon im Display sehen darf. Es sieht dann doch etwas anders aus, wie seine Handy Bilder stellt er mit einem fetten Grinsen fest. Man(n) kommt ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass der Fremde auch Motorrad fährt. Mehr schlecht als recht wird auf Englisch und Italienisch palavert, aber man versteht sich schon. Das Gespräch kommt unter anderem auf das schwere Erdbeben des letzten Jahres und er zeigt mir Bilder seines Hauses in der Nähe von Norcia. Verheerend. Eigentlich wollte ich nicht das Erdbebengebiet in den Sibillinischen Bergen besuchen, aber er ermuntert mich und sagt, ich solle mir das mal ansehen und zu Hause erzählen.

  • Pano Castiglione del Lago
  • Pano Castiglione del Lago
    Pano Castiglione del Lago


    Urbino 6 

    Umbrien und Marken

    Das Frühstück in dem Albergo ist echt der Hammer, unglaublich reichhaltig und von der Menge her ausreichend für 2 Personen. Ich werde gefragt ob es mich nicht schmeckt, ob was nicht in Ordnung sei. Sorry, aber Frühstück ist überhaupt nicht so mein Ding. Aber ich packe mir ein Lunchpaket ein, was auf Zustimmung seitens der Chefin stößt.

    Umbrien, cuore Verde d´Italia (das Grüne Herz Italiens) mit diesem Slogan wirbt die Provinz und dem kann ich nur zustimmen. Es gibt unglaublich viel Wald und Wiesen, es könnte auch irgendwo in Mitteleuropa sein. Der Lago Trasimeno ist mehr oder weniger von Bergen umgeben und schon fahre ich den ersten Pass an, den Passo Gosparini mit 614m Höhe. Ein fantastischer Blick über See und die nähere und weitere Umgebung bietet sich dem Besucher. Der Monte Amiata erhebt sich am Horizont, sogar die Monti Sibillini sind von hier aus zu sehen.

  • Sant´Angelo in Vado-6
  • Sant´Angelo in Vado-6
    Sant´Angelo in Vado-6

    Die Abfahrt in Richtung Umbertide ist ein erstes Sahneschnittchen des Tages. Die Hyperstrada ist in ihrem Element und macht echt Laune das Moto durch enge Kehren, aber auch durch weite Kurvenradien zu scheuchen. Hier und da kratzt was am Boden, aber das gehört so, denke ich mir. Bei Niccione nehme ich die Schnellstraße um kurz ein paar Kilometer zu machen. Hier im Tal fließt der Tiber und landschaftlich ist es jetzt nicht so der Brüller.

    Aus berufenem Mund hatte ich den Tipp bekommen, die Strada Statale #73 von San Giustino nach Sompianpo zu nehmen. Das war auch eigentlich genau wie ich mir den Weg nach Urbino vorgestellt habe. Um es vorweg zu nehmen, das sind ca. 26 Kilometer allerfeinste Passstraße, das macht unheimlich Laune da hoch zu brettern – natürlich im Rahmen der Gesetze ?  Die ca.700m Höhendifferenz von San Giustino zum Valico di Bocca Trabaria sind ein Traum für Motorrad Fahrer. Das schreit unbedingt nach Wiederholung, wenn ich mal wieder in der Ecke bin… I´be back – soon.

    Urbino ist mein nächstes Ziel. Weltkulturerbe, Sitz der Erzdiözese und wegen seiner Architektur ein beliebtes Ausflugsziel. Das habe ich natürlich vorher auch gelesen und gedacht, wird schon nicht sooo schlimm sein. Außerdem ist wieder ein normaler Wochentag, also guggst du dir das an. Fünf Busse habe ich sofort gesehen, dazu war der zentrale Parkplatz schon gut gefüllt. Da fiel mir mein beliebtes Argument wieder ein, mit Moto Klamotten und bei der Hitze … Ich will ja eh nochmal wiederkommen.

  • Urbino-5
  • Urbino-5
    Urbino-5

    So ganz kleine italienische Straßen können ganz schön kaputt sein, aber die Route nach Pergola war in der Michelin Karte „grün“ gekennzeichnet. Also Landschaftlich schön, was sie dann auch war. Echt wunderschöne die Gegend, wenn ich dann mal kurz guggen konnte. Mehrfach war die „Straße“ einfach keine mehr, sondern loser Schotter, dann wieder ein Schlagloch nach dem anderen. Mit der Ducati macht das gar keinen Spaß und ich habe alles Mögliche und jeden verflucht, mich natürlich inklusiv wie man auf die Schnapsidee kommen kann sowas zu fahren.

    In Pergola gab es ein Gelato und nen Café zur Beruhigung und ich habe mir die Karte angeschaut, wie weiter fahren. Sassoferrato bot sich an um von dort in den Parco Regionale della Gola Rossa e di Frasassi zu fahren. Ich hatte zu Hause schon etwas mit Google Maps die Gegend visuell und virtuell erkundet, das sah am PC ganz gut aus. Und nicht nur am PC sieht das gut aus, wirklich eine überwältigende Landschaft mit tiefen Schluchten, die Berge sind auch recht ansehnlich und einige nette Orte sowie Klöster laden ein, die Gegend etwas intensiver zu erkunden. Also wiederkommen!

    Der Parco del Monte Cucco war eines der nächsten Highlights der heutigen Tour Das ist grob gesagt die Strecke von Sassoferrato über Scheggia nach Gubbio. Auch das ist landschaftlich wirklich eine wunderbare Region, die unbedingt wieder besucht werden will. Menschenleer, hohe Berge, tiefe Schluchten, einfach unglaublich was die Marken bzw Umbrien zu bieten haben. Das ist wohl eine sehr unterschätzte Region in Italien.

  • Landscape-2
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    Landscape-2

    In Gubbio war ich letztes Jahr und es gibt keinen Grund da nochmal hinzufahren im Gegenteil. Die Eisdiele macht immer noch ein sensationell gutes Eis und ein Café rundet das ganze ab. Den historischen Kern spare ich mir diesmal, der geneigt Leser kann sich schon denken warum …. Moto Klamotten, warm … bla bla bla ?

    Es ist nicht mehr weit bis zum Albergo und ich genieß oben am Passo Gosparini erneut die Aussicht auf den Lago Trasimeno. Ein weiches Licht am späten Nachmittag taucht die Region in ein wunderschönes Szenario, wie gemalt. Also hierher komme ich wieder, es gibt noch viel zu sehen und entdecken. Arriverderci Marche!

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     Monte Sibillini 10

    Monte Sibillini

    Heute sollte ein besonderer Tag werden, einen Tag, den ich wohl nicht so schnell vergessen werde.

    Einen Teil des Frühstücks unter wohlwollenden Blicken der Signore eingepackt, mittlerweile lagen für mich Alu Folie und Tüten bereit. Die Chefin war immer am Morgen für die Betreuung der Gäste zuständig, ihr Mann war für den Spätdienst zuständig. Das Tor zum Parkplatz war noch abschlossen und sie öffnete mir und fragte beiläufig, wohin es gehen sollte. Als sie das Ziel hörte rollte sie nur mit den Augen …. Parco Nazionale dei Monti Sibillini.

  • Monte Sibillini-11
  • Monte Sibillini-11
    Monte Sibillini-11

    Vorbei an Perugia im morgendlichen Berufsverkehr, der übliche Stau und dann etwas öde Schnellstraße bis nach Foligno und es war wieder kleine schmale Landstraße in Richtung Macerata angesagt. Es gibt inzwischen auch eine 4spurigen quasi Autobahn, aber da verpasst man das Beste, Mein erstes angedachtes Ziel war Visso, da war ich letztes Jahr schon und es gibt dort ne Tanke. Das ist bei dem kleinen Tankvolumen der Ducati nicht zu verachten.

    Nun ist Visso bereits im Erdbeben Gebiet, aber ich hatte Fotos letztes Jahr in deutschen Zeizungen gesehen und die Bilder waren harmlos. Es stand in den Medien, dass ein paar Steine von den Häusern gebröckelt wären. Ab Muccia schlängelt sich die SS209 langsam aber sicher in die Berge hoch nach Visso. Mit jedem Kilometer den ich meiner Destination näher kam, wuchs das Ausmaß der Zerstörung. Erst waren einige alte Hütten zusammengestürzt, dann wurde es immer schlimmer. Halbe Ortschaften langen in Trümmern, kurz vor Visso wurde der Verkehr per Ampel einspurig durch Borgo Sant´Antonio geleitet. Das ist der letzte Ort vor Visso. Da steht nicht mehr viel und das ist vorsichtig formuliert.

    In Visso war Schluss. Freundlich, aber bestimmt sagte mir der Polizist, dass ab nun ALLE Straßen gesperrt sind. Die Tankstelle hatte ich im Auge und die Frage nach Benzin …keins mehr da. Er zeigte mir auf der Karte, dass es absolut kein Durchkommen für mich gibt. Ich sollte weiträumig über Ascoli Piceno ausweichen, um dann weiter südlich an den Monti Sibillini vorbei zu fahren. Das sind ca. 100Km „Umweg“ und er meinte nur, das die Gegend hermetisch abgeriegelt ist. Alles andere würde mich nicht weiterbringen. Da war ich erstmal sprachlos, so was hätte ich nicht erwartet.

  • Terremoto-16
  • Terremoto-16
    Terremoto-16

    Also habe ich diese Route gewählt und bin komplett um das Massiv herumgefahren. Manchmal waren die Zerstörungen stärker dann wieder schwächer oder es war auf den ersten Blick nichts kaputt. Bei Taverna Piccinini erreichte ich das Tal des Tronto und ich fuhr weiter in Richtung Rieti, direkt ins Zentrum des letztjährigen Bebens. In der Nähe von Acquasanta Terme waren die ersten kollabierten Häuser zusehen, jetzt noch nicht so schlimm. Natürlich schon für Betroffenen, aber so wie es mir schien war doch noch einiges OK. Ganz anders das Bild ungefähr 10 Kilometer später.

    Es ist eigentlich egal wo ein solches verheerende Erdbeben sich ereignet, schlimm sind sie alle, ohne Ausnahme. Nur hier ist das für mich etwas völlig anderes, Greifbares. Nicht die üblichen 1:30Min Berichte in der Tagesschau, hier sieht man das ganze Elend direkt. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es aussieht wenn ein ganzer Ort in Trümmern liegt, einfach schockierend. Ich kenne die Gegend und leide mit den Leuten mit. Die ehemals schönen idyllischen Bergdörfer sind nur noch Schuttkegel, Ortschaften wie z.B. Accumoli, Arquata del Tronto, Amatrice nicht mehr existent. Was ein Drama!

  • Terremoto-14
  • Terremoto-14
    Terremoto-14

    Dafür sind jetzt hier unten im Tal viele Containerdörfer, Wohnwagen und Holzhütten zu sehen. Irgendwo müsse ja die Überlebenden wohnen und mein Gedanke ist, wohl sehr, sehr lange. Das hört sich bitter an, aber wer will das alles wiederaufbauen? Lohnt sich das überhaupt Und in welchem Zeitraum? Woher soll das viele Geld kommen? Der Staat ist ja nicht mal in der Lage seine Infrastruktur zu erhalten. Wo „Freude“ aufkommt bei solchen Katastrophen? Bei der Mafia!

    Sämtliche Straßen, welche in die Berge zu den zerstörten Ortschaften führen, sind von Polizei und Militär abgeriegelt. Da werden wohl nur Hilfskräfte und Einheimische durchgelassen. Ich habe eigentlich auch kein Bedürfnis das Elend aus der Nähe zu sehen, helfen kann ich eh nicht.  

    So fahre ich in weitem Bogen via Cascia wieder zurück zum Lago Trasimeno. Sehr nachdenklich gehe ich ins Bett.

     monte sibillini


    Civita di Bagnoregio

    Orvieto und viel Tuffstein

    Der letzte komplette Tag der Tour stand ganz im Zeichen der Landschaft westlich des Lago Trasimeno. Wieder andere Eindrücke aus Bella Italia, die zeigen wieso es sich lohnt hierher zu fahren. Google Maps meint es wäre nicht so weit nach Orvieto, knapp eine Stunde zu fahren. Theoretisch, praktisch war ich aber etwas über 2 Stunden unterwegs, irgendwo muss ich mich etwas verfahren haben. Nicht weiter tragisch, eine super Gegend hab ich kennen gelernt, eben das cuore Verde d´Italia.

    Orvieto liegt majestätisch auf einem Felsplateau aus Tuffstein, über allem thront der Dom und es gibt jede Menge weitere sehenswerte Sehenswürdigkeiten. Direkt ins Zentrum darf man nicht fahren, alles Fußgängerzone. Also einen Parkplatz für das Moto gesucht, was gar nicht so einfach war in den kleinen engen Gassen. Dann ging es los, in den Moto Klamotten und mit der Fotoausrüstung bin ich tapfer losgestapft. Innerlichen Protest hatte ich voraus mit der Aussicht auf einen Eisbecher ruhiggestellt.

  • Orvieto-16 PSE
  • Orvieto-16 PSE
    Orvieto-16 PSE

    Sehr schön ist die Altstadt, der Dom ist ein wahres Schmuckstück. Unglaublich detailreiche Skulpturen und Fresken schmücken das Hauptportal, die Seiten sind im typischen Schwarz/Weiss Muster gestaltet. Unglaublich wie akkurat diese Mosaiken gearbeitet, Chapeau vor dieser künstlerischen Leistung.

    In den Dom bin ich nicht reingegangen, obwohl das sicher sehr lohnenswert ist. Das mach ich beim nächsten Mal, wenn vielleicht weniger los ist. Es ist unglaublich, wie viele Asiatische Touristen mittlerweile in Italien unterwegs sind. Man kann den subjektiven Eindruck gewinnen, die Leute hätten unheimlich viel nach zu holen was europäische Kultur angeht. Es sei ihnen gegönnt, so wie ich mir den versprochenen Eisbecher gegönnt habe!

  • Orvieto-22
  • Orvieto-22
    Orvieto-22

    Es ist nicht weit bis zum nächsten Tuffhügel, allerdings ist das schon Lazio. Die ganze Gegend hier besteht wohl aus Tuffstein. Das kann einem eigentlich relativ egal sein, Hauptsache es geht bergauf und -ab und es hat Kurven. Das ist natürlich die Sichtweise des Bikers. Nun kam ich also nach Bagnoregio, eigentlich nichts Besonderes, eine typische kleine italienische Stadt. Aber es gibt den Ortsteil Civita di Bagnoregio und der liegt vollkommen isoliert auf einem Hügel aus Tuffstein. Die umliegende Gegend ist durch Erosion stark zerfurcht und zusammen mit dem Ort sieht es bald aus wie aus einem Fantasie Film. Schon Krass! Der einzige Zugang zum Ort führt über eine lange Brücke, jedenfalls für Touristen.

  • Civita di Bagnoregio-7
  • Civita di Bagnoregio-7
    Civita di Bagnoregio-7

    Und Tuffstein zum Dritten, ich bin mal wieder in Pitigliano. Die kleine Stadt thront zwischen zwei tiefen Täler hoch auf einem Tuffsteinhügel. Praktischerweise eignet sich das leicht bearbeitbare, weil weiche Gestein auch hervorragend zum Bau der Häuser. Sehr schön liegt die Stadt auf dem Bergrücken und bietet ein hervorragendes Fotomotiv. Kein Wunder ist die Kommune doch … I borghi più belli d´Italia.

    Wenn sich jetzt jemand fragt, warum hier alles aus und auf Tuffstein gebaut ist, die simple Erklärung ist: Vulkanismus. Die Toskana war vor einigen Hunderttausend Jahre geologisch sehr aktiv, der Lago Bolsena ist z.B. eine ehemalige Caldera (Vulkankrater) mit 14 Kilometern Durchmessern, der Monte Amiata ist ein erloschener Vulkan. War also schwer was los hier bevor die Rosso nach Italien kam und es muss mächtig gerumpelt haben.

    Weiter geht es weiter, quer durch die südliche Toskana in Richtung Monte Amiata. Heute ist das Wetter deutlich besser und eine Überquerung ohne dicke Wolken macht deutlich mehr Sinn. Allerdings fahre ich auf dem Weg dorthin noch etwas im Val d´Orcia herum. Das ist die Bilderbuch Landschaft wie man die Toskana vom Kalender kennt. Jetzt im Frühjahr ist noch alles Grün und der blaue Himmel bildet einen tollen Kontrast zu den grünen Hügeln. Allerdings gefällt es mir im Herbst, wenn alles braun ist, hier fast besser.

    Der Monte Amiata ist echt toll zu fahren. Die Straßen sind recht passabel und man kann schon ein wenig am Kabel ziehen. Je höher es Richtung Gipfel geht, um so trostloser sieht es noch aus. Das dauert noch etwas bis es hier Frühling wird, die Bäume sind fast noch kahl. Und mit jedem Höhenmeter wird es kühler, gerade noch 10 Grad zeigt das Thermometer der Ducati, da wird es Zeit wieder runter zu fahren.

    Es reicht dann wieder mal für heute und diverse Sensoren fordern zur Rückfahrt zum Albergo auf. Eigentlich unglaublich wie vielfältig die ganze Gegend ist, langweilig wird einem nicht hier. Ein Motorrad Eldorado par Excellence und nur wenige kennen es in Deutschland.

  • Toskana-7
  • Toskana-7
    Toskana-7

    Bei einem guten Roten aus der Cantina des Lago Trasimeno lasse ich den Abend ausklingen. Morgen geht es wieder in Richtung Heimat. Allerdings nicht auf einem Rutsch, sondern mit Zwischenstopp in Verbania am Lago Maggiore. Sollte dort auch schön sein und es ist die letzte Möglichkeit einen vernünftigen Café zu trinken.

    Orvieto und Tuffstein


     Lago Maggiore 11

     Zum Lago Maggiore

     Es wird Zeit sich aus Castiglione del Lago zu verabschieden, vor allem aber von der Albergo La Torre. Ich werde herzlichst verabschiedet, Hände werden gedrückt und ein dickes Lunch Paket gibt es noch extra dazu (wer soll das alles essen …). Ich denke, ich werde sicher wiederkommen, selten habe ich mich so wohl gefühlt. Also wer mal ne Unterkunft hier in der Gegend sucht – ganz klare Empfehlung von mir!

    Hinter Siena verlasse ich die Schnellstraße und schlage mich auf das grade wohl durchs Gebüsch. Irgendwo werde ich schon rauskommen. Die Leute, die stur nach Navi fahren, werden das kaum verstehen, mir macht das aber Spass. Man sieht dies und jenes manchmal gibt es aber auch nen Griff ins Klo. Aber mit diese Methode bin ich die letzten 30 Jahre gut gefahren, um nicht zu sagen, sehr gut sogar.

  • Rapallo-10
  • Rapallo-10
    Rapallo-10

    Bei Pisa gönne ich mir ein Stück Autostrada und überbrücke etwas Distanz umso mehr Zeit zu haben. Zeit um z.B. Rapallo an zu sehen. Das ist Leben pur auf engstem Raum, Mittelmeer auf der einen Seite, die Berge des Apennins auf der an Seite. Viel Platz ist hier nicht, aber selbst der letzte Meter wird bebaut. Unmengen von Gross- und Kleinrollern bevölkern die Straßen, mit der Dose hat man hier keine Chance angemessen zügig voranzukommen. Alt und Jung sind auf ihren Yamaha Max oder Vespas wahre Artisten auf der Suche nach der kleinsten Lücke im Stau. Und sie finden sie! Ich sehe und staune, praktisch noch ne Art Bildungsurlaub für mich.

    Irgendwann langt es mir und ich fahre wieder auf die Autostrada. Nun folgt der Teil für den Popo, äh Po Ebene. Das ist dann schon etwas ätzend, das Sitzfleisch und ich gehen konform – das braucht kein Mensch. Alle 100 Km ein Stopp, Café trinken und ausgiebig Beine vertreten. Nach einer gefühlten Ewigkeit taucht die Silhouette der Alpen am Horizont auf. Jubel, Froi gleich bin ich da, ist zwar nicht ganz so aber es zeichnet sich das Ende der Etappe ab.

  • Lago Maggiore
  • Lago Maggiore
    Lago Maggiore

    Das Hotel meint es gut mit mir und ich habe ein wunderbares Zimmer mit Aussichtsterrasse und Blick auf den See sowie genügend Steckdosen für den ganzen elektrischen Krimskrams, den man mit sich rumschleift. Nicht selbstverständlich.

    Das Restaurant weiß mit lokalen Spezialitäten zu überzeugen und ich lasse bei einem vorzüglichem Glas Rotem aus Albi/Piemont die paar Tage Revue passieren. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit Rosso nach Italia zu fahren. Autobahn zu fahren ist sicher nicht das Ding der Ducati, es geht aber, wenn man beide Augen zudrückt. Die kleinen Pässe in den Marken oder Umbrien, das ist das Revier des Landstraßenräubers. Die Landschaft Italiens und ich, never ending story.

    PS: Ich hatte im Mimoto Reiseforum einige Bilder der Erdbeben Region in den Monti Sibillini vorab eingestellt. Daraufhin wurde zu einer Spende für die betroffene Region aufgerufen und es kamen durch die Forummitglieder*innen die stolze Summe von 1000€ zusammen. Das Geld wurde über eine NGO den Bewohnern von Castelluccio zur Verfügung gestellt.

    Einen ganz herzlichen Dank den Spendern!

    Sowie einen besonderen Dank an Liane für die Bären und Steph fürs Kümmern!

  • Orsolino
  • Orsolino
    Orsolino

     


     

    Die Fotos

    Abendesssen-5
    Abendesssen-4
    Abendesssen
    Lago Maggiore-17
    Lago Maggiore-14
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    Lago Maggiore
    Rapallo-17
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    Toskana-7
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    Pitigliano-11
    Pitigliano
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    Civita di Bagnoregio-7
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    Orvieto-17
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    Orvieto
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    Monte Sibillini-12
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    Monte Sibillini-10
    Monte Sibillini
    Terremoto-10
    Ruine
    Castiglione del Lago-26
    Castiglione del Lago-22
    Castiglione del Lago-20
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    Castiglione del Lago-18-2
    Castiglione del Lago-14
    Lago Trasimeno-14
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    Marokko 2016

    Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

    Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

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    Rosso in Italia

    Rosso in Italia

    Mein Fuhrpark ist seit diesem Frühjahr um eine Bella erweitert worden. Eine Ducati Hyperstrada steht seit Kurzem neben der Yamaha und macht mir viel Freude. Das war ein Geschenk von mir für mich anlässlich eines runden Geburtstags. Nach reichlicher Überlegung komme ich zum Entschluss mit dem roten Spaß Mobil nach Italien zu fahren.

    Das Moto hat ja serienmäßig zwei Koffer und einen Tankrucksack habe ich noch dazu gekauft. Also spricht nichts dagegen sich mit der Roten Bella auf den Weg über die Alpen zu machen.

    Das Ziel für die nächste Woche wird Umbrien, etwas Toskana und die Marken sein. Diese Regionen sind jetzt vielleicht nicht so ganz im Fokus der Italienreisenden, allerdings habe ich auf diversen Touren schon die ein oder andere Ecke hier kurz besucht. Es war eigentlich immer zu wenig Zeit um sich etwas genauer umzuschauen. Wie ich bald feststellen muss, es lohnt sich auf jeden Fall hier sich ein paar Sachen etwas intensiver anzusehen.

    Ok, dann wollen wir mal – hier ist meine Reisereportage – Rosso in Italia