Lago Trasimeno 13 

Zum Lago Trasimeno

Ein wirklich opulentes Frühstücksbuffet ist im Restaurant des Hotels aufgebaut, es fehlt an nichts und für italienische Verhältnisse einfach sensationell. Allerdings ist das nichts für mich, aber einen Cappuccino trinke ich noch an der Bar während ich auf die Rechnung warte. Sieh da, der gute sizilianische Rotwein von gestern Abend steht nicht auf der Rechnung, also gibt es etwas mehr Trinkgeld für den prima, engagierten Service.

  • Hotel-2
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    Hotel-2

    Gut gelaunt mache ich mich auf den Weg, der V2 bollert vor sich hin, so steuere ich bei strahlendem Sonnenschein die Hyperstrada auf die Autostrada. Das kurze Stück bis nach Livorno lässt sich so schnell überbrücken, die Landstraße ist keine wirkliche Alternative für mich. Viel zu sehen gibt es nicht und die paar Euro, welche die Autostrada kostet, sind nicht der Rede wert. Allerdings kann ich nichts bezahlen, da an der Mautstation das Moto nicht erkannt wird. Die im Asphalt eingelassene Kontaktschleife ist entweder tot oder reagiert nicht auf Ducatis. Es gibt ja schon länger keine Mautstationen mit Personal, sondern alles geht über Automaten. Drei verschiedene Spuren versuche ich, nirgends wird die Hyper erkannt. Also ein eleganter Schwung um die geschlossene Halbschranke und weiter geht es. Bin gespannt ob da noch im Nachgang Ärger ins Haus steht.

    Südlich von Livorno geht es bei strahlendem Sonnenschein an einem tiefblauen mittleren Meer vorbei. Mal etwas Fotografieren, dann ein Stück weiterfahren, erneuter Halt um diesen vorzüglichen italienischen Café zu trinken. So kann das gerne weitergehen. Nun, es ist der 1. Mai und langsam aber sicher werden die Straßen voller. Manchmal kommt es mir so vor, dass alles, was sich irgendwie bewegen kann, heute auf den Beinen ist. Natürlich die berühmt berüchtigten Sonntagsfahrer in ihren Dosen, aber Rennrad Fahrer meinen auch, sich etwas breit machen zu müssen. Wer hat eigentlich Wohnmobile erfunden? Dazu einige 46er, aha, was sind denn bitte schön 46er?

  • Ducati-2
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    Ducati-2

    Valentino Rossi, il Dottore, #46, seines Zeichens einer der besten und erfolgreichsten Moto GP Rennfahrer überhaupt, ist in Italien sehr beliebt, um nicht zu sagen extrem populär. Und was macht der geneigte Moto Fahrer hier? Genau, er eifert seinem Idol nach. Und das auch, was die Geschwindigkeit angeht, allerdings auf öffentlichen Straßen. Das finde ich nicht wirklich gut, sondern ziemlich gefährlich und daher entschließe ich mich etwas abseits des allgemeinen Gewusels zu fahren.

    Es gibt nicht so viele Alternativrouten von Cecina nach Volterra, auch das Tankstellennetz ist mittlerweile recht ausgedünnt in der Region. So heißt es also in den sauren Apfel beißen und nach Volterra fahren. Echt grausam, fürchterlich voll ist es hier, aber es gibt halt auch Tankstellen. Nix wie weg hier, und ab Colle di Val d´Elsa entspannt sich alles merklich. Eigentlich wollte ich mir Colle di Val d´Elsa mir mal ansehen, X mal bin ich hier schon durchgefahren, aber diesmal wird es auch wieder nix. Das Argument von wg in den Moto Klamotten kann man sich schlecht was ansehen, zieht bei mir immer. Lieber gut gefahren als schlecht gelaufen.

    Weiter in den Süden führt mich der Weg, unterbrochen von einem kurzen kulinarischen Zwischenstopp. Ein leckeres Panino con Prosciutto crudo (Schinkenweckle) sowie ein Café lohnen allemal eine kurze Pause. Also geht es gestärkt weiter und der Spaß Faktor mit der Hyperstrada nimmt auf der Strada Statale nimmt eher zu als ab. Ich bin ja immer noch in der Toskana, es ist aber nicht die Bilderbuch Gegend die man als Postkarten Motiv kennt, hier ist es sehr waldig und auch die hügelige Landschaft ist eher selten. Das ändert sich erst als ich wieder in Richtung Westen fahre.

    Der Wald lichtet sich zusehends und mehr offene Landschaft zeigt sich dem Reisenden. Bald rückt auch der Monte Amiata ins Blickfeld. Der Berg ist mit 1738 m die höchste Erhebung in der südlichen Toskana und bietet prima Strecken zum Biken. Ski fahren kann man hier auch. Wenn denn der Berg nicht in Wolken wäre, würde ich ja mal wieder drüberfahren. Also verschiebe ich eine Überquerung auf die nächsten Tage und fahre mit einem eleganten Hüftschwung drum rum.

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    Landscape-4

    Der Sitzfleisch wurde so langsam wieder aufmüpfig. Manchmal frage ich mich schon was das soll, eine schöne Region mit tollen Straßen, mal was Anderes wie Odenwald und co. Was soll also das Gemecker und Gejammer? Dann meldeten die inneren Sensoren noch Hunger und Durst, da habe ich dann kapituliert, weil nämlich … der Klügere gibt nach.

    nach lago trasimeno

    Sonntag, April 28, 2019 4954
    Es war noch tiefster Winter, draußen war es kalt und regnerisch. Für (Motorrad) Reisende die schlimmste Zeit des Jahres 😊 Da neige ich schon mal dazu, allerlei Reiseportale abzuklappern und Preise zu vergleichen. Sicher gibt es die Möglichkeit mit dem Flieger in ein paar Stunden irgendwohin zu düsen und Wärme zu genießen. Ist aber nicht so mein Ding. Dann fiel mir ein, dass ich ja schon lange nicht mehr in Paris war ….
    Dienstag, Juni 25, 2019 49688
    Ich könnte ja mal wieder etwas wegfahren. Oder, spricht wohl nix dagegen? Dann hätte ich etwas Neues für die Homepage und etwas Rotwein im Topcase auf der Rückfahrt. Eigentlich ne gute Idee von der alle etwas haben. Nur wohin … grübel, grübel, denk … Meine große Schatzkiste mit den ganzen Michelin Karten mit elegantem Schwung aus dem Regal genommen und etwas Inspiration geholt. Andalusien … zu weit. Toskana, hmpf … war ich zu oft in letzter Zeit. Die Abteilung der französischen Karten kommt mir in einem Rutsch entgegen und die Entscheidung ist, neben einem Haufen Karten, gefallen – La Bourgogne wird es. Da war ich schon länger nicht mehr, was mir eigentlich völlig unverständlich ist. Mon dieu, wie konnte ich die Region so vernachlässigen.
    Samstag, März 09, 2019 384
    Es kam wie es kommen musste, und das schon im Februar. Die Wetterfrösche quackten was von 20 Grad und solch eine Prognose sollte tunlichst ausgenutzt werden. Nutzen in dem Sinne, dass endlich mal wieder eine etwas ausgedehntere Moto Tour möglich ist. Selbstverständlich sollte man nicht gleich zu Anfang der Saison zu Übertreibungen neigen, aber eine kleine Stippvisite bei Nachbars sollte doch drin sein. Mal was anderes wie der heimische Kirchturm war im Visier.
    Freitag, Juli 12, 2019 262
    Die Tour de France im Alsace. Ein kleiner fotografischer Bericht aus dem Nachbarland und dessen Leidenschaft für Radrennen