Das Positive

Blind gekauft und sofort Feuer und Flamme für die Yamaha gewesen. Das ist zwar kurz und knapp formuliert, aber bringt die Sache auf den Punkt. Natürlich ist man begeistert, wenn man sich was neu kauft, aber irgendwann ist Schluss mit der anfänglichen Euphorie und Alltag kehrt ein. Nicht so mit der Tracer! Ich bin bisher noch nie einen Dreizylinder Motor gefahren und war erst skeptisch, da ich vom 1300 ccm Vierzylinder kam. Der Triple der MT ist einfach nur genial, in jeder Lebenslage steht genug Dampf an. Eine wahre Freude ist es mit dem Moto durch Schwarzwald, Vogesen oder Jura zu fahren. Einfach Fahrspaß pur, den ich so noch selten mit einem Motorrad hatte. Dazu kommt das niedrige Gewicht in Verbindung mit dem prima Fahrwerk. Perfetto !

Die Sitzbank habe ich, als das erste Mal meine Tracer vor mir stand, sehr skeptisch angeschaut. Der erste Gedanke war, da muss was Bequemeres her. Nun, der erste Gedanke muss nicht immer stimmen. Nach der Sizilien Tour mit 6500 Km Distanz kann ich nun behaupten, dass die Sitzbank gut ist, jedenfalls ICH komme damit klar. Auch Tagestouren mit 800 und mehr Km sind kein Problem. Irgendwann mault das Sitzfleisch schon, aber das war bei der FJR (und anderen Motos) auch so. Ein Reisemotorrad ist die Tracer allemal und ich freue mich in 2016 auf weitere und weite Touren.

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    Die Gepäcklösung von Yamaha für die Tracer hat mich nicht überzeugt. Ich habe Koffer von Hepco und Becker, die nun bald 30 Jahre alt sind. Das Lock-It System von H&B ist echt genial. Nur wenn man auf Reisen geht, wird das Trägersystem am Motorrad mittels Schnellverschlüssen befestigt. Wird das System nicht mehr benötigt, ist innerhalb 1-2 Minuten demontiert und kommt in den Keller. Lediglich das Topcase bleibt bei mir dran. Das brauche ich, da ich fast nur Motorrad fahre und etwas Stauraum, z.B. für Einkäufe benötige. Sieht nicht gut aus an der Tracer, ist mir aber (fast) egal

    Während der ganzen Distanz habe ich nie Probleme mit der Yamaha gehabt, die läuft wie ein Schweizer Uhrwerk. Es gab lediglich einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt was aber einer Rückrufaktion von seitens Yamahas geschuldet war. Ansonsten draufsitzen und den Sound des Triples genießen. Außerdem wurde bei 21.500 Km die Kette nebst Kettenblatt und Ritzel ersetzt. Das war ein Folgeschaden nachdem der Schlauch des Kettenölers bei der Sizilien Tour durchgescheuert wurde. Als ehemaliger Kardan Fahrer habe ich der Kette zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, so ist das gute Teil wohl ohne ausreichende Pflege und Schmierung ziemlich trocken gelaufen. Inzwischen bin ich da u.a auch durch die Rechnung für das neue Kettenkit sensibler geworden. Aus „Erfahrung“ lernen nennt man das wohl.

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    Natürlich kann man über das Design der Yamaha diskutieren. Dem Einen gefällt es, der Andere wendet sich mit Grausen ab. Mir gefällt es sehr gut und es hebt sich meiner Meinung nach aus der Masse heraus. Wie ich inzwischen auf Reisen gemerkt habe, sehen das Andere auch so. Ich bin mit keinem meiner Motorräder so oft im Ausland auf das Bike angesprochen worden, wie mit der Tracer. In Frankreich nicht so oft, aber in Italien gab es sehr oft Fragen zum Moto. Ich kann inzwischen alle wichtigen Daten der Yamaha auf Italienisch und freue mich jedes Mal auf die positiven Kommentare.

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    Marokko 2016

    Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

    Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

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    Rosso in Italia

    Rosso in Italia

    Mein Fuhrpark ist seit diesem Frühjahr um eine Bella erweitert worden. Eine Ducati Hyperstrada steht seit Kurzem neben der Yamaha und macht mir viel Freude. Das war ein Geschenk von mir für mich anlässlich eines runden Geburtstags. Nach reichlicher Überlegung komme ich zum Entschluss mit dem roten Spaß Mobil nach Italien zu fahren.

    Das Moto hat ja serienmäßig zwei Koffer und einen Tankrucksack habe ich noch dazu gekauft. Also spricht nichts dagegen sich mit der Roten Bella auf den Weg über die Alpen zu machen.

    Das Ziel für die nächste Woche wird Umbrien, etwas Toskana und die Marken sein. Diese Regionen sind jetzt vielleicht nicht so ganz im Fokus der Italienreisenden, allerdings habe ich auf diversen Touren schon die ein oder andere Ecke hier kurz besucht. Es war eigentlich immer zu wenig Zeit um sich etwas genauer umzuschauen. Wie ich bald feststellen muss, es lohnt sich auf jeden Fall hier sich ein paar Sachen etwas intensiver anzusehen.

    Ok, dann wollen wir mal – hier ist meine Reisereportage – Rosso in Italia