Nach Marina di Pietrasanta

Sizilien ist jetzt nicht direkt vor der Haustür, also muss ein Plan her, wie die Strecke zu bewältigen ist. Bewährt hat sich für mich ein erster Stopp in der Versilia, also dem Küstenstreifen zwischen La Spezia und Viareggio an der Ligurischen Küste. Die Hotelsuche ist dort kein Problem, da die Gegend touristisch gut erschlossen ist.

In Marina di Massa ist mein Standard Hotel, aber ich wollte mal was anderes ausprobieren und buchte in dem Albergo Verdesolemare für die erste Nacht ein Zimmer. Um es vorweg zu nehmen, mir hat es da gefallen. Kleines familiär geführtes Hotel, mit einem großen Hof, wo das Moto geparkt werden kann. Das Zimmer ist einfach, aber ok und der Preis von 32 € inklusive Frühstück geht in Ordnung.

Marina di Pietrasanta
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  • Allerdings muss man da erst mal hinfahren. In 2014 bin ich die Strecke dreimal gefahren, so dass ich bald alle Ausfahrten aufsagen kann. Es ist dann schon etwas öde wenn die Route so oft fährt. Nur der Autobahnabschnitt durch die Berge des Apennin nach Genua lässt jedesmal das Bikerherz höher schlagen. Da kommt dann richtig Freude auf, ich hoffe das kommt im Video etwas rüber.

    Nach Acquafredda di Maratea

    Kurz nach Acht Uhr fahre ich los und freue mich über angenehme 25 Grad und strahlenden Sonnenschein. Das ist dann was anderes wie gestern Morgen als ich zu Hause losgefahren bin. Dicke Handschuhe und Pullover waren angesagt, aber frisch war es trotzdem.

    Heute ist wieder Kilometer machen angesagt. Der Weg durch Italien zieht sich und ich will endlich in den Süden kommen. Die Toskana habe ich bald hinter mir gelassen, komme in die Provinz Latium und das Thermometer steigt und steigt. Es wird mollig warm und als ich Rom passiere zeigt das Thermometer der Yamaha erstmals Werte über 30 Grad an. Also alle Reißverschlüsse ,welche zur Lüftung dienen, an der Jacke aufgemacht. Der Coca-Cola Vorrat im Topcase schmilzt rasch vor sich hin und beim Café Stopp wird noch eine Flasche Wasser geordert. Auf dem Weg nach Neapel steigt die Temperatur weiter an, mittlerweile sind es 35 Grad und ich ahne schlimmes.

    Ursprünglich wollte ich einen Abstecher an die Amalfiküste machen, aber das verkneife ich mir angesichts der Temperaturen dann doch. Stattdessen umfahre ich Neapel und komme ins Staunen. Kaum habe ich die Metropole am Vesuv passiert, fallen die Temperaturen um 10 Grad. Deutlich angenehmer fährt es sich nun und nach einem kurzen Stück der inzwischen kostenlosen Autobahn, wähle ich den Weg durch den Cilento Nationalpark um ans Meer zu kommen.

    acquafredda di maratea
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  • Die Küste hier unten ist mit das Schönste was Italien zu bieten hat. Die Berge des Pollini Nationalparks fallen steil ins Meer ab, die Straße windet sich mit unzähligen Kurven am Berg lang. Da kann ich das Tracerle mal richtig laufen lassen. Zwischendurch einmalige Ausblicke auf die Steilküste und bald erreiche ich das Hotel Gabbiano in Acquafredda di Maratea. Eine einmalige Lage, dazu gutes Essen, was will man mehr?

    Nach Sizilien

    Google Maps sagt, dass ich in 3,5 Stunden an der Fähre nach Sizilien sein kann, aber ich will nicht. Heute ist entspanntes Rollen angesagt, mal hier halten mal dort einen Café trinken. Der Urlaubsmodus wird nach der langen Anfahrt aktiviert.

    Allerdings komme ich später los, als wie geplant. Außer mir war nur ein Ehepaar diese Nacht im Hotel und daher läuft alles etwas entspannter ab. Das Service Personal verbreitet eine Aura von Ruhe und Gelassenheit, nur keine Hektik. Die Croissants sind noch im Ofen, also warte ich mit einem Cappuccino draußen auf der Terrasse. Das Meer plätschert vor sich hin, ansonsten eine himmlische Ruhe, der perfekte Morgen bei sehr angenehmen Temperaturen. Der Signore stellt mir einen Korb mit frischen Croissants auf den Tisch, Grazie! Die warmen Croissants, die Nutella ist noch heiss im inneren ….mmmmmmhhhh. Drei Stücke verputze ich genussvoll, dann besteht die reelle Gefahr, dass mir schlecht werden könnte. Also wird der Rest eingepackt und verschwindet im Topcase.

    Das , für meine Verhältnisse opulente Frühstück, macht müde , matt und faul. Da hilft nur etwas Sport! Mit einem Lächeln wedele ich die Küstenstrasse entlang, genau die Art von Frühsport, welche mir entgegen kommt. Das Tracerle lässt sich spielerisch um die Enge Radien der Kurven fahren, ich könnt grad wieder umkehren und von Vorne anfangen.

    Nach ca 30 Kilometern werden die Berge an der Küste flacher und ein ebener Küstenstreifen beendet die Kurvenhatz. Schnell wird mir langweilig, viel zu sehen gibt es auch nicht, also in Paola Blinker links und über die Berge nach Cosenza. Ein grosses Stück Kalabriens passiere ich via Autobahn, die Kurverei am Meer hat mehr Zeit beansprucht wie geplant. Die Autobahn hat hier unten an der Stiefelspitze durchaus ihre Reize, trotzdem verlasse ich ca 30 Km vor Scilla die Betonpiste um auf kleinen und steilen Strassen runter an die Küste zu kommen. Direkt am Meer führt die Strasse und auf dem Meer sind die Fischerboote zu sehen mit den die Einheimischen auf Schwertfisch Jagd gehen. Filigrane Gestelle, die bis zu 20m hoch sind, sind auf den Schiffen montiert. Oben an der Spitze ist der Ausguck für vier Mann. Das sieht alles sehr abenteuerlich aus und schaukelt auch noch …. wär nix für mich.

    Die Fähren pendeln von Villa San Giovanni aus ununterbrochen zwischen Festland und Sizilien, so dass ich kurze Zeit später auf der Insel ankomme. Messina und das Verkehrschaos lasse ich hinter mir und eine Stunde später bin ich im gebuchten Hotel Atlantis. Zeit für ein Feierabend-Willkommen-Endlich da – BIER.

    Scilla
    Scilla
    Scilla
    Küstenstrasse Kalabrien
    Küstenstrasse Kalabrien
    Küstenstrasse Kalabrien
    Schwertfisch
    Fähre Messina-4597
    Küstenstrasse Kalabrien-4560
  • Scilla
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  • Küstenstrasse Kalabrien
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    Marokko 2016

    Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

    Wen und wenn es interessiert … dann mal los!