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Die Fahrt vom Cabo de Gato nach Nerja zieht sich, ab Almeria sind wieder nur Gewächshäuser zu sehen. Bis zum Horizont nicht als Gestelle mit Plastikplanen überzogen, einfach öde. Wer hier lebt hat es nicht leicht, das Hauptkapitital der Gegend ist und bleibt das beständig schöne Wetter mit seinen milden Wintern. Dafür opfert man schon mal die Landschaft und meiner bescheidenen Meinung nach die erzielte Qualität der angebauten Produkte. Aber solange der durchschnittliche Europäer meint, er müsse im Winter Tomaten essen – bitte.


Die Kollegen weiter westlich an den steilen Abhängen der Sierras haben dafür ihre Strände zubetoniert. Das ist wieder eine andere Sache und lenkt vom ursprünglichen Thema ab
Das sind  die Gedanken die mir auf dem öden Stück Schnellstraße  durch den Kopf gehen. Bald hat der vierspurige Ausbau ein Ende und wir werden die kurvenreiche Küstenstraße erreichen. Das verspricht wieder Vergnügen auf 2 Rädern, wenn, ja wenn dieses komische Gefühl im Fahrwerk auf einmal nicht wäre. Irgendwas stimmt mit der FJR nicht. Vorsichtige Lenkbewegungen bestätigen die ersten Alarmmeldungen vom Popometer (übrigens die zweitempfindlichste App des männlichen Körpers).
Da ist definitiv was faul und ein nicht unbedeutender  Defekt deutet sich an. Also keine Lappalie wie damals in Sizilien sondern nun ist Schluss mit Lustig. Als die Straße kurze Zeit später 2 Spurig wird, weiß ich schon was Sache ist! Ich will in die Kurve einlenken, die Yamaha eher nicht. Der Hinterreifen verliert Luft, zwar nicht unerheblich. Aber alles im Rahmen und beherrschbar (Merke : nur in billigen amerikanischen  Krimis explodiert alles und Immer ).

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Echt Super … das braucht keiner nicht wirklich.  Das Flickzeug liegt ja unter der Sitzbank denke ich noch beruhigt so vor mich hin. Und da fällt mir auch ein, dass ich ja eigentlich frische Pressluftkartuschen kaufen wollte. Vor 3 Jahren in Sizilien hatte ich mal einem Moppedfahrer in Not zwei Kartuschen gegeben, er konnte mit dieser Hilfestellung seinen Weg fortsetzen. Natürlich wollte ich damals sofort neue Kartuschen besorgen … is klar oder ?
Direkt vor einem recht passablen Café kommt die etwas eiernde Fuhre planmäßig zum Stillstand und an ein Weiterfahren ist nicht mehr zu denken. Es sei denn ich will mir demnächst auch noch ne neue Felge kaufen. Felgen von Yamaha  werden  übrigens aus dem Vollen aus Gold gefräst – daher auch die Ersatzteilpreise!
Bei einem leckeren Café wird die weitere Vorgehensweise eingehend beraten. Der Patron schlürft gelangweilt seine Suppe und glotz nebenbei  irgend ne Soap im nerv tötend lauten Fernseher.
Warten bis Michael im Hotel ist und uns mit dem Hänger holen lassen? Never! Vorher trage ich die FJR  nach Nerja. Die Bushaltestelle ist direkt vor der Bar. Eine FJR in einem Bus habe ich auch noch nicht wirklich gesehen. Also den Wirt gefragt und schwupp war die Lösung da. Ungefähr 250 m weiter war eine Werkstatt. Die spanischen Jungs waren echt gut drauf, lösten das Problem geschickt und profihaft und  keine 20 Minuten später war Yamaha wieder fahrtüchtig. Wir rollten zufrieden vom Hof, die 10 Euronos für die perfekt geleistete Arbeit war ein reeller Preis und  wir konnten  beruhigt nach Nerja zurück fahren.
Es geht doch nichts über Stories mit Happy End … da wird’s einem doch richtig warm ums Herz.

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Marokko 2016

Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

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Rosso in Italia

Rosso in Italia

Mein Fuhrpark ist seit diesem Frühjahr um eine Bella erweitert worden. Eine Ducati Hyperstrada steht seit Kurzem neben der Yamaha und macht mir viel Freude. Das war ein Geschenk von mir für mich anlässlich eines runden Geburtstags. Nach reichlicher Überlegung komme ich zum Entschluss mit dem roten Spaß Mobil nach Italien zu fahren.

Das Moto hat ja serienmäßig zwei Koffer und einen Tankrucksack habe ich noch dazu gekauft. Also spricht nichts dagegen sich mit der Roten Bella auf den Weg über die Alpen zu machen.

Das Ziel für die nächste Woche wird Umbrien, etwas Toskana und die Marken sein. Diese Regionen sind jetzt vielleicht nicht so ganz im Fokus der Italienreisenden, allerdings habe ich auf diversen Touren schon die ein oder andere Ecke hier kurz besucht. Es war eigentlich immer zu wenig Zeit um sich etwas genauer umzuschauen. Wie ich bald feststellen muss, es lohnt sich auf jeden Fall hier sich ein paar Sachen etwas intensiver anzusehen.

Ok, dann wollen wir mal – hier ist meine Reisereportage – Rosso in Italia