Rückreise

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Es gilt von Marokko Abschied zu nehmen, aber nur um wieder zu kommen. Es stellt sich nur die Frage wann und nicht ob. Ich habe einfach zuviel in den letzten Wochen erlebt und gesehen um hierher nicht wieder zu kommen. Und das Beste, ich kenne nur einen kleinen dieses großartigen Landes.

Früh am Morgen verlasse ich Oualidia mit dem Wissen, dass es jetzt drei stressige Tage geben wird. Eine Menge Kilometer sind zu fahren und der Wetterbericht für Mitteleuropa ist alles andere als gut. Nachmittags erreiche ich Tanger und kaufe mir zuerst ein Ticket für die Passage über die Straße von Gibraltar. Am Zoll wird die Yamaha mit dem fahrbaren Röntgen Truck durchleuchtet. Da ist nix zu finden, dass sage ich dem spanischen Kollegen auf der anderen Seite auch, aber trotzdem muss ich die Koffer aufmachen. Grummel, Grummel, was eine Begrüßung in Europa. Danach geht es noch 200 Kilometer entlang der Costa del Sol um schliesslich abends im Hotel in Nerja einzuchecken. War ganz gut da, aber was noch besser war, das erste Bier in 0,5L Gläsern und nicht immer so kleine Pfützen. Lecker!

  • Strasse von Gibraltar-10
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    Strasse von Gibraltar-10

    Nerja - Le Boulou 1100 KM

    Die Wettervorhersage machte mir echt sorgen, nicht hier im andalusischen Nerja. Hier ist noch prima Wetter und ich fahre einem herrlichen Sonnenaufgang entgegen. Die tief stehende Sonne blendet zwar etwas, aber immer wieder ein letzter Blick auf das Mittelmeer, der für da frühe Aufstehen entschädigt. Bei Almeria verabschiede ich mich dann von der Küste und es geht ins Landesinnere. Spanien ist schon echt schön und bietet viel Abwechslung für Auge. Eigentlich ganz entspannt rolle ich die Autobahn entlang und lasse die Landschaft an mir vorbeiziehen. Irgendwann fängt auch das Sitzfleisch an zu ziehen, zwicken und maulen. Es wird wieder eine ziemlich lange Etappe heute bis nach Le Boulou. Der kleine Ort liegt direkt auf der französischen Seite der Grenze am Fuß der Pyrenäen. Ach so, ja die Wettervorhersage hatte recht und zwar zu 100%. Ab Tarragona leichter Regen, in der Gegend um Barcelona stärkerer Regen und in den Bergen wurde aus der Tracer U96 auf Tauchfahrt. Merde!

  • Strasse von Gibraltar-13
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    Strasse von Gibraltar-13

    Le Boulou – bis nach Hause 1100 KM

    Die Leute im Hotel hatten die Handschuhe und Stiefel die ganze Nacht im Heizungsraum ins Warme gestellt. So waren die Sachen am Morgen wieder trocken. Beim Blick im Morgengrauen aus dem Fenster ahnte ich nichts Gutes, aber als ich den Wind noch sah, übel übel. Die Autobahn verläuft bis ca. Montpellier mehr oder weniger parallel zum Mittelmeer. Diese Fahrt war dann was, was ich sicher nicht so schnell vergessen werde. Teilweise Starkregen, dazu Sturmböen im rechten Winkel. Mehr wie 60-80 Stundenkilometer waren nicht möglich. LKW und Wohnwagen haben auf der Autobahn nur so vor sich hingetanzt. Sehr üble Geschichte das Ganze.

    Und was die absolute Härte war? Die Temperaturen, da kommste aus dem warmen Süden, bist 25-30 Grad gewohnt und dann das. Die komplette Fahrt bis nach Hause schwankte das Thermometer so um die 8-10 Grad. Das alleine wäre schon hart, aber dazu noch ca. 800 Km mehr oder weniger starker Dauerregen. Ich habe gedacht, ich erlebe es nicht mehr bis nach Hause. Ehrlich, so ein Scheisswetter nach so einer Tour, das muss doch nicht sein!

    Aber irgendwas ist ja immer.

    Es ist doch mehr Text geworden als geplant, sorry, aber die Tour ist etwas sehr Besonderes gewesen. Es war etwas wirklich außergewöhnliches für mich. Noch nie habe ich eine Reise so intensiv erlebt und vor allem genossen. Es hat einfach alles gepasst, nichts ist passiert und ich bin rundum zufrieden. Glücklich wäre sicher das bessere, treffendere Wort. Wenn ich könnte, würde ich mich bei jedem einzelnen Menschen, den ich unterwegs getroffen habe, noch einmal herzlich bedanken. Marokko ist und bleibt ein Traum und Träume wollen gelebt werden! Deswegen ist es keine Frage ob ich wieder komme, sondern nur wann!!!

    Merci et à la prochaine!

     

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    Mittwoch, November 23, 2016 11809

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    Marokko 2016

    Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

    Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

    Sonntag, September 17, 2017 139

     

    Freitag, November 03, 2017 252