Anreise nach Marokko

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Es sind so ziemlich genau 2500Km von mir bis nach Tarifa, von wo die Fähren nach Marokko ablegen. Es gibt natürlich diverse Möglichkeiten die Distanz zu überbrücken. Fliegen ist sicher die bequemste Art solche Distanzen zu überwinden, leider wird die Yamaha nicht als Handgepäck akzeptiert. Es gäbe dann noch die Möglichkeit das Moto per LKW nach Südspanien voraus zu schicken und dort in Empfang zu nehmen, ebenso wie es diverse Schiffspassagen gibt. Ab Genua, Sete oder auch Barcelona gibt es die Möglichkeit die Reise per Fähre zu beginnen. Und was mach ich? Jojo Eisenarsch fährt die ganze Distanz auf eigener Achse. Für mich normal, andere schütteln den Kopf.

Früh morgens ertönt der Sound des Triples und ich ziehe vergnügt den Helm auf, es kann losgehen! Gepäck hatte ich schon am Vorabend gepackt, so steht der lange ersehnten Abreise nichts mehr im Weg. Drei Wochen Urlaub liegen vor mir, jubel froi! Die erste, lange Etappe führt mich heute bis nach Perigueux, was bekanntlich im Perigord ist. Eigentlich eine Region in Frankreich wo man ganz locker 3 Wochen Urlaub machen kann und mit 3 Kilo mehr auf den Rippen wieder nach Hause kommt. Ein Zimmer im Hotel Ibis ist für mich bereits reserviert, leider nur für eine Nacht.

  • Perigueux-2
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    Perigueux-2

    Es ist noch dunkel als ich morgens Perigueux verlasse, nicht nur dunkel, sondern auch recht frisch. Die neuen Handschuhe verrichten ihren Dienst wirklich gut, bin ich froh, dass ich die Dinger noch gekauft habe. Froh bin ich auch über das sehr gute Licht der Tracer, die LED Scheinwerfer sind jeden Cent wert. Im ersten Morgen Licht erreiche ich Bordeaux, wirklich eine schöne Stadt mit einem beeindruckenden Stau zur morgendlichen Rushhour.

    Das französische Department Landes passiere ich ohne, dass was wirklich aufregendes passiert wäre. Bald tauchen die Pyrenäen auf und ich passiere bei Irun die Grenze nach Spanien. Ab jetzt ist das Benzin deutlich billiger und der Café schmeckt auch besser, na ja ein kleines bisschen besser. Dafür gibt es in Spanien keinen Rabatt für Moto Fahrer auf den Autobahnen. Und es fängt sich an zu ziehen – die Sitzmuskeln maulen und wollen Pause. Aber ich kenn da nix, da könnte ja jeder … Aber weit und durchaus heftig ist die heutige Etappe nach Mérida schon. Irgendwann rede ich mir ein, soweit kann es eigentlich gar nicht mehr sein. Also kurz mal Standort bis Ziel bei Google Maps gegoogelt. OMG noch 500 KM!

    Irgendwann komme ich an, leicht fertig, aber ich bin im Hotel. Zwei Cruzcampo (spanisches Bier) wechseln den Besitzer in Hyper Warp Geschwindigkeit, aber ich stell im Zimmer fest: Kein Öffner dabei. Geht aber auch ohne. Eine warme Dusche danach und das Level des Jojo Akku zeigt wieder 80%. Die fehlenden 20% werden in Form eines ausgezeichneten Abendessens zugeführt. Alles wieder im grünen Bereich und es sind nur noch vier Stunden Fahrzeit bis nach Marokko!

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    Tankstelle_-5

    Ein herrlicher Sonnenaufgang begrüßt den neuen Tag in der Estremadura. Voller Erwartung starte ich die letzten Kilometer in Europa. Sevilla passiere ich und schon bald kommen große Windparks in Sicht. Mir scheint es als würde halb Andalusien nur noch aus Windrädern bestehen, aber ein sicheres Zeichen, dass es nicht mehr weit sein kann.

    In Tarifa stehe ich vor einem Verkaufsbüro um mir ein Ticket für die Überfahrt zu kaufen. Also Tankrucksack aufgemacht und … wo ist der Fahrzeugschein? Ich suche hier und dort, stelle das halbe Motorrad auf den Kopf und mir ahnt übles. Ein kurzes Telefonat nach Hause bringt dann die Gewissheit - ja, der KFZ Schein liegt noch im Scanner. Echt Klasse, wie kann man nur so blöd sein. Fahre ich nach Portugal als Alternative zur Planung? Nix da, knapp 2500 KM und dann kneifen? Ich kaufe mir ein Ticket und fahre mit der nächsten Fähre nach Tanger, wenn es dumm läuft schicken die mich halt wieder zurück.

    Der Chef de Police an der marokkanischen Kontrolle ist ein einsichtiger Mensch. Nachdem ich die Schönheit seines Heimatlandes in höchsten Tönen gelobt habe, hat er ein Einsehen und akzeptiert den Scan des KFZ Scheines. Die Daten werden für das Einreise Dokument benötigt, welches für jedes Fahrzeug ausgestellt wird. Damit habe ich freie Fahrt und darf ins Land! Hat sich also gelohnt die Dokumente zu scannen.

     

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    Marokko 2016

    Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

    Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

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    Rosso in Italia

    Rosso in Italia

    Mein Fuhrpark ist seit diesem Frühjahr um eine Bella erweitert worden. Eine Ducati Hyperstrada steht seit Kurzem neben der Yamaha und macht mir viel Freude. Das war ein Geschenk von mir für mich anlässlich eines runden Geburtstags. Nach reichlicher Überlegung komme ich zum Entschluss mit dem roten Spaß Mobil nach Italien zu fahren.

    Das Moto hat ja serienmäßig zwei Koffer und einen Tankrucksack habe ich noch dazu gekauft. Also spricht nichts dagegen sich mit der Roten Bella auf den Weg über die Alpen zu machen.

    Das Ziel für die nächste Woche wird Umbrien, etwas Toskana und die Marken sein. Diese Regionen sind jetzt vielleicht nicht so ganz im Fokus der Italienreisenden, allerdings habe ich auf diversen Touren schon die ein oder andere Ecke hier kurz besucht. Es war eigentlich immer zu wenig Zeit um sich etwas genauer umzuschauen. Wie ich bald feststellen muss, es lohnt sich auf jeden Fall hier sich ein paar Sachen etwas intensiver anzusehen.

    Ok, dann wollen wir mal – hier ist meine Reisereportage – Rosso in Italia