Von Selinunt nach Patti

Die Tage vergingen wie im Flug und ein vorsichtiger Blick auf den Kalender im Smartphone mahnte zu einem nördlichen Kurs. Aber wie es im Urlaub so ist, Eile mit Weile. Der Plan sah vor die Insel mehr oder weniger diagonal zu durchqueren und noch 2 Tage in Patti zu bleiben. Die 7 Sachen wieder in den Koffer verstauen und schon konnte es losgehen.

Sizilien Landschaft
caltavuturo
Sizilien Landschaft
Sizilien Landschaft
Palazzo Adriano
Palazzo Adriano
Palazzo Adriano
Palazzo Adriano
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  • Palazzo Adriano
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  • Die Landkarte, die ich in Taormina gekauft hatte, begann sich schon aufzulösen. War teuer wie ne Michelin Karte, aber die Qualität … Also lose Blätter im Kartenfach des Tankrucksacks und eine Navigation mit Augenmass und Intuition. Wenn ich die Orte hier alle aufzähle, kann niemand was mit anfangen, daher gibt es eine Motoplaner Karte aus der die Strecke ersichtlich wird.

    Landschaftlich wieder ein *** Sterne Menu, unglaublich wie schnell sich die Gegend ändert. Wo eben noch sanftes Hügelland ist, taucht am Horizont schon die massive Bergkette des Parco dello Madonie auf. Die Gipfel sind bis zu 2000 m hoch und damit die höchsten Berge Siziliens. Natürlich ist der Ätna höher, aber er ist außer Konkurrenz weil er die Höhe wechselt und nicht aus richtigen Steinen ist :-)

    Sizilien Küste
    Sizilien Küste
    Cefalu
    Isnello
    Isnello
    Sizilien Landschaft
    Polizzi Generosa
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    Der Link zum Motoplaner

     

    Patti und Tindari

    Tindari ist ein Ortsteil von Patti und da es Sonntag morgen war und das Wetter eher mittelmäßig war, hab ich mir gedacht, gehste mal Wallfahrtskirche anschauen. Es gibt eine Schwarze Madonna, recht viele Busparkplätze und noch mehr Souvenir Verkäufer. Da ich aber früh dran war, ging es Anfangs noch. Also Moto unten abgestellt und per Pendelbus hoch auf aufs Capo Tindari . Eine erstklassige Aussicht hat man von da oben und bei schönem Wetter kann man die Eolischen Inseln sehen. Die Kirche macht auch schwer was her, ist aufwändig geschmückt und mit Mosaiken verziert. Fotografieren im Innenraum ging allerdings nicht, da während der Messe ein Verbot herrschte. Da ist aber Sonntags jede Stunde ein Gottesdienst, der schwarze Mann hat Stress. Man sollte solche Verbote schon ernst nehmen, da im Süden die Kirchen noch ihrem ursprünglichen Zweck dienen. Die Leute haben noch ein anderes Verhältnis wie bei uns.

    Dann gibt es noch eine archäologische Ausgrabungsstätte, wo allerhand Ruinen gegen Eintritt zu bewundern sind. Wer da oben alles gebaut hat, angefangen bei den Griechen (Theater), dann Phönizier und Römer( sehr schöne Mosaiken) , jeder hat was hinterlassen.Auch die Araber waren mal da, die haben aber alles zerstört. Ach ja die Reste einer kollabierten Basilika kann man auch noch bewundern. Ich weiß aber auch Sachen, da staunt der geneigte Leser (praktisch wenn eine deutsche Reiseleitung der Busladung alles erklärt.

    Als ich fertig mit der Kultur war, ging es wieder zurück zur Wallfahrtskirche. Inzwischen standen auf dem Vorplatz ca 30 Autos von Fiat-Abarth-Club Italia, dazu noch ein Haufen Rennradfahrer und eine unüberschaubare Menschenmenge. Zu Fuss bin ich runter zum Parkplatz geflüchtet und habe nebenbei insgesamt 12 Reisebusse aus ganz Sizilien gezählt. Schnell weg hier !

    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
    Tindari
  • Tindari
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    Patti ist jetzt nicht der Brüller, eher etwas Hmpf, also für mich wenigstens. Das übliche Sizilien Kirche, Palazzo und da am Meer gelegen, den Lungomare. Was aber überhaupt nicht durchschnittlich war, war das Hotel und das Restaurant.

    Das Hotel ist eigentlich kein Hotel sondern ein Bed&Breakfast. In einem alten Palazzo mit schönem Garten, das von außen eher etwas „ramponiert“ aussah, aber im Innern top modern und sehr stilvoll eingerichtet ist -- Palazzo Sciacca – da lohnt sich der Aufenthalt definitiv!

    Sehr freundliches Personal mit Hang zur Bella … „die neue Yamaha?“... geparkt wird natürlich im Hof und mit einem Missverständnis begann der Aufenthalt sehr amüsant.  Missverständnis … der junge Mann an der Rezeption nannte mir einen Namen – Luigi Colpuana – höflich (was ich auch sein kann :-) ) erwiderte ich meinen Namen. Dann haben wir Englisch gesprochen :-) Er hieß nicht Luigi, das ist der Name meines Zimmers. Es gibt keine Nummern, sondern alle Zimmer sind nach bekannten lokalen Persönlichkeiten benannt.

     

    Das Restaurant  "Antares"  hab ich nur zufällig entdeckt, weil nebenan in der Pizzeria Teufel los war. Auf einen Tisch hätte ich ca. 15 Minuten warten müssen, was mir und meinem knurrenden Magen nicht passte. Die Karte las sich aber gut und für 10 € wäre ich da sicher satt und zufrieden wieder rausgegangen. Keine 10 Schritte war das nächste Restaurant, allerdings gähnend leer, Speisekarte hing auch keine draußen.

    Es kam dann jemand vor die Tür, man konnte auch draußen sitzen, und ich fragte ob es was zu Essen gäbe. Si, si Signore , also hingesetzt und gewartet. Kurze Zeit später steht der Typ wieder vor mir, jetzt als Kellner verkleidet. Ein Wortschwall kommt aus ihm, was ich rudimentär deute so ist es das Angebot des Tages. Ich erkläre ihm mit einfachen Worten, mehr kann ich auf italienisch eh nicht, was ich gerne möchte. Vorspeise mit was fischigem, dann gegrillter Schwertfisch mit Salat und natürlich was Süßem zu Schluss.

    Das war absolut gigantisch was mir aufgetischt wurde , mit Worten kaum zu beschreiben. Ein wahrer Künstler war hier am Werk ( der Kellner mutierte zum Koch) mir fällt kein anderer Superlativ dafür ein. Billig war der Spass nicht, aber jeden Cent wert. Am folgenden Abend war ich wieder hier und wurde freundlich begrüßt. Was soll ich sagen, perfetto! Frische rohe Shrimps auf einer marinierten Zitronenscheibe mit Mozzarella di Buffalo, Thunfisch Carpaccio und die Pasta mit Meeresfrüchten ... hmmmm.

     

    Restaurant Antaras
    Restaurant Antaras
    Restaurant Antaras
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    Mittwoch, November 23, 2016 11834

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    Marokko 2016

    Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

    Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

    Sonntag, September 17, 2017 139

     

    Freitag, November 03, 2017 256