Castiglione del Lago 29 

Castiglione del Lago

I borghi più belli d´Italia - Die schönsten Orte Italiens

So nennt sich eine private Vereinigung in Italien, die sich der Förderung kleinerer Orte auf die Fahnen geschrieben hat. Das ist so ähnlich wie „les plus beaux villages“ in Frankreich und steht eigentlich immer für schnuckelige kleine Orte, die einen Besuch lohnen. Mit Castiglione del Lago habe ich einen Volltreffer gelandet. Die Altstadt liegt auf einem Hügel und thront über dem Lago Trasimeno. Traumhafte Ausblicke auf den See und die umliegenden Berge, dazu gibt es im Ort zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Perfetto!

  • Castiglione del Lago-19
  • Castiglione del Lago-19
    Castiglione del Lago-19

    Ich habe in der Albergo La Torre schon im Voraus ein Zimmer für die kommenden Tage reserviert und kann mich nur dafür loben - ein echter Glücksgriff. Natürlich habe ich die Daten in Google Maps gespeichert um mich via Smartphone den berühmten letzten Kilometer dahin führen zu lassen. Nur zur Erinnerung, man schreibt den 1. Mai, es ist also Feiertag und wirklich alle feiern. Die ganze Altstadt ist mehr oder weniger Fußgängerzone und man sieht vor lauter Besuchern kaum noch die Straße. Also gehe ich per Pedes zur Unterkunft und checke erst mal ein. Der Padrone ist ein wirklich freundlicher und zuvorkommender Mensch, dazu spricht er so gut Englisch wie ich Italienisch, also klappt die Verständigung seltsamerweise prima. Vorsichtig frage ich nach dem Hoteleigenen Parkplatz und den Weg dorthin. Kurz darauf habe ich ein hoch offizielles Schild der Gemeinde um den Hals hängen, dass, soweit ich das verstehe, mir hochoffiziell erlaubt, hier zu fahren. Also rolle ich vorsichtig durch die Menschenmenge der Eis essenden Flaneure. Der Sound des Testastrettas reicht und die Menschen machen ein Schritt zur Seite. Die „Verstöße“ in Kurzform, gegen die Einbahnstraße fahren, durch die gesperrte Innenstadt und keiner regt sich auf – Italien halt.

  • Castiglione del Lago-17
  • Castiglione del Lago-17
    Castiglione del Lago-17

    Ein erster Schnellcheck von Castiglione war, nachdem ich mich umgezogen hatte, angesagt. Wirklich groß ist das Centro Storico nicht und man kommt zu Fuß bequem überall hin. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick:

    -          Piazza Mazzini

    -          Palazzo Ducale

    -          Festung

    -          Spezialitätengeschäfte

    Die Sensoren für Hunger und Durst waren immer noch sehr Aktiv und nervten so langsam. In Umbrien gibt es eine lange Kultur was Wurstwaren und Schinken angeht, vor den kleinen Läden wird Werbung für Wurst aus Norcia gemacht – Cono del Mulo (Eselseier) – aber auch allerhand z.T. mit Trüffel verfeinerte Würste und Antipasto werden angeboten. Für das Abendessen ist es noch zu früh, aber so ein kleiner Teller mit Wurst und Schinken geht immer. Dazu ein kühles Bier und die Sensoren zeigten kurze Zeit später grünes Licht.

    Als es Zeit fürs Abendessen ist, öffnet der Himmel seine Schleusen und ein mächtiges Gewitter bricht los. Es hatte sich die ganze Zeit schon merklich verfinstert und pünktlich zur Essenzeit geht’s es los. Also die Regenjacke angezogen und zum Restaurant gegangen. Die tolle Panorama Terrasse ist jetzt nicht wirklich angesagt und ich esse im Inneren. Kurz vor dem Dessert, der Regen hatte schon stark nachgelassen, sehe ich ein magisches Licht. Die Sonne geht unter und scheint mit einem atemberaubend warmen Licht durchs Fenster. Die nicht wenigen Gäste des Restaurants reagieren auch darauf …bellissima. Also schnell bezahlt und raus Fotos gemacht.

    Eine unwirkliche Stimmung breitet sich aus, jeder Besucher der Terrasse ist fasziniert und fotografiert die surreale Szene. Ein junger Mann fragt, ob er mal die Fotos der Canon im Display sehen darf. Es sieht dann doch etwas anders aus, wie seine Handy Bilder stellt er mit einem fetten Grinsen fest. Man(n) kommt ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass der Fremde auch Motorrad fährt. Mehr schlecht als recht wird auf Englisch und Italienisch palavert, aber man versteht sich schon. Das Gespräch kommt unter anderem auf das schwere Erdbeben des letzten Jahres und er zeigt mir Bilder seines Hauses in der Nähe von Norcia. Verheerend. Eigentlich wollte ich nicht das Erdbebengebiet in den Sibillinischen Bergen besuchen, aber er ermuntert mich und sagt, ich solle mir das mal ansehen und zu Hause erzählen.

  • Pano Castiglione del Lago
  • Pano Castiglione del Lago
    Pano Castiglione del Lago

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    Marokko 2016

    Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

    Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

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    Rosso in Italia

    Rosso in Italia

    Mein Fuhrpark ist seit diesem Frühjahr um eine Bella erweitert worden. Eine Ducati Hyperstrada steht seit Kurzem neben der Yamaha und macht mir viel Freude. Das war ein Geschenk von mir für mich anlässlich eines runden Geburtstags. Nach reichlicher Überlegung komme ich zum Entschluss mit dem roten Spaß Mobil nach Italien zu fahren.

    Das Moto hat ja serienmäßig zwei Koffer und einen Tankrucksack habe ich noch dazu gekauft. Also spricht nichts dagegen sich mit der Roten Bella auf den Weg über die Alpen zu machen.

    Das Ziel für die nächste Woche wird Umbrien, etwas Toskana und die Marken sein. Diese Regionen sind jetzt vielleicht nicht so ganz im Fokus der Italienreisenden, allerdings habe ich auf diversen Touren schon die ein oder andere Ecke hier kurz besucht. Es war eigentlich immer zu wenig Zeit um sich etwas genauer umzuschauen. Wie ich bald feststellen muss, es lohnt sich auf jeden Fall hier sich ein paar Sachen etwas intensiver anzusehen.

    Ok, dann wollen wir mal – hier ist meine Reisereportage – Rosso in Italia