Pisa und der Apennin

 

Doris will nach Pisa. Nein das stimmt nicht, Doris will nicht nach Pisa, sie möchte gerne. Sie möchte gerne eine der „großen“ Sehenswürdigkeiten Italiens sehen. Florenz, Siena oder eben Pisa und da wir ganz in der Nähe sind, bietet sich die Stadt an. Eigentlich ist Pisa eine sehr schöne Stadt, der Arno fließt eingerahmt von einer malerische Kulisse durch die Innenstadt. Enge Gassen geschäftiges Gewusel, eine typisch italienische Kleinstadt. Einen sehr sehenswerte Dom aus weißem Carrara Marmor gibt und einen schiefen Turm.

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    Am frühen Vormittag ist da schon ein Rummel, dass es mir graust. Wer beamt mich schnell in die Abruzzen? Da stehen also die Leute und machen sich zum Affen. DAS berühmte Foto mit der ausgestreckten Hand, die den Turm stützt. Mindestens 40-50 Leute machen solch ein Foto gleichzeitig. Was ein Theater. Die Anderen machen derweil Selfies und posten diese Augenblicklich nach London, Paris, Tokio und sonst wohin. Mich sieht der Turm so schnell nicht wieder.

     

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  • In Lucca schliesst sich der Kreis, hier sind wir am ersten Tag schon durch gekommen. Auch die Strasse ins Garfagnana ist bekannt, aber nur bis zu dem Punkt, wo der Abzweig zum Passo della Radici kommt. Jetzt beginnt wieder Neuland für Doris. Ich habe ihr schon gesagt, dass es zwei Möglichkeiten gibt auf den Pass zu fahren. Die normale Route und eine , die für den LKW Verkehr gesperrt ist. Auch der Hinweis , dass es in den Spitzkehren fürchterlich steil sein kann nahm sie zu Kenntnis (ich war in Südamerika , lass den Kerl schwätzen).

    Kurz vor der Pässhöhe gibt es ein Albergo und ein paar Bars, also angehalten und Café getrunken. Und was sagt Signora ? Boah geht es da steil hoch. Die Abfahrt in Richtung Modena ist fahrtechnisch primo panna , Kurven ohne Ende in allen Varianten. Auch die Panorama Straße die langsam aus den Berge des Apennin in Richtung Po Ebene führt hat ihre Reize. Die Bodenwellen sind teilweise echt heftig und man wird von der Sitzbank hochkatapultiert, eine extra Portion Panorama.

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    Vor Piacenza machen wir Rast und will mit Doris reden. Ich habe mir überlegt direkt nach Hause zu fahren. Eigentlich war angedacht an einem der oberitalienischen Seen noch eine Nacht zu verbringen. Als ich Doris mein Vorhaben erzähle nickt sie mit dem Kopf und meint nur, dass sie auch solche Gedanken hat. Sie hat auch keine Lust mehr und will zurück. Sie findet in Lörrach eine Bleibe für die Nacht während ich noch 270 Km Drauflege und nach Hause fahre.

    Es hat mir viel Spass gemacht mit den beiden Damen durch Italien zu reisen. Wir haben viel erlebt und gelacht. Es bleibt zu hoffen, dass es keine Eintagsfliege bleibt, sondern eine Fortsetzung gibt. Vielleicht sieht man sich nächste Jahr wieder, wenn es wieder heisst ….

    Forza La Compañera

     

    Bilder aus Pisa 

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    Sonntag, April 28, 2019 3546
    Es war noch tiefster Winter, draußen war es kalt und regnerisch. Für (Motorrad) Reisende die schlimmste Zeit des Jahres 😊 Da neige ich schon mal dazu, allerlei Reiseportale abzuklappern und Preise zu vergleichen. Sicher gibt es die Möglichkeit mit dem Flieger in ein paar Stunden irgendwohin zu düsen und Wärme zu genießen. Ist aber nicht so mein Ding. Dann fiel mir ein, dass ich ja schon lange nicht mehr in Paris war ….
    Dienstag, Juni 25, 2019 379
    Ich könnte ja mal wieder etwas wegfahren. Oder, spricht wohl nix dagegen? Dann hätte ich etwas Neues für die Homepage und etwas Rotwein im Topcase auf der Rückfahrt. Eigentlich ne gute Idee von der alle etwas haben. Nur wohin … grübel, grübel, denk … Meine große Schatzkiste mit den ganzen Michelin Karten mit elegantem Schwung aus dem Regal genommen und etwas Inspiration geholt. Andalusien … zu weit. Toskana, hmpf … war ich zu oft in letzter Zeit. Die Abteilung der französischen Karten kommt mir in einem Rutsch entgegen und die Entscheidung ist, neben einem Haufen Karten, gefallen – La Bourgogne wird es. Da war ich schon länger nicht mehr, was mir eigentlich völlig unverständlich ist. Mon dieu, wie konnte ich die Region so vernachlässigen.
    Samstag, März 09, 2019 221
    Es kam wie es kommen musste, und das schon im Februar. Die Wetterfrösche quackten was von 20 Grad und solch eine Prognose sollte tunlichst ausgenutzt werden. Nutzen in dem Sinne, dass endlich mal wieder eine etwas ausgedehntere Moto Tour möglich ist. Selbstverständlich sollte man nicht gleich zu Anfang der Saison zu Übertreibungen neigen, aber eine kleine Stippvisite bei Nachbars sollte doch drin sein. Mal was anderes wie der heimische Kirchturm war im Visier.
    Freitag, Juli 12, 2019 53
    Die Tour de France im Alsace. Ein kleiner fotografischer Bericht aus dem Nachbarland und dessen Leidenschaft für Radrennen