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Pfffffffff - raus ist die Luft aus dem vorderen Reifen.

Nur mal kurz angehalten zum Fotografieren und dann das. Castel del Monte liegt vor uns in der Ferne, muss man auf die Speicherkarte bannen, ein majestätischer Anblick. Dumm nur wenn irgendwas Spitzes auf der Straße liegt und sich in die Lauffläche des Reifens bohrt. Kurz nachdem die Fahrt weiter gehen soll, geht bzw fährt nichts mehr. Lenken wird zum Abenteuer und damit reichlich riskant bei einem Zweirad.

Ein Stück weiter ist ne kleine Einfahrt am Straßenrand, da wird die Yamaha abgestellt. Hauptsache weg von der schmalen Straße. Direkt hinter der Kurve parken, bei dem Tempo der Einheimischen ist das sicherer und lebensbejahender.

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Als wir die Helme abziehen und den Schaden begutachten wollen, sind auch schon 3-4 Leute da. Natürlich alles Experten, aber die von der absolut freundlichen Art. Ein Palaver, ein Diskutieren, die Hände unterstützen die Gestik und Mimik nach Kräften, ein Café wird gereicht . Es wird uns Hilfe angeboten, aber wirklich was machen kann keiner nicht. Allerdings wird uns nicht langweilig und die Gesellschaft der Typen ist willkommen. Sie restaurieren ein Bauernhaus aus dem dem 18 Jahrhundert. Daraus soll einmal ein Agrotourismo werden, so sie denn fertig werden. Aber Zeit kann auch relativ sein und ein netter Plausch ist immer noch besser als die leichteste Arbeit.

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Flickzeug hätte ich dabei, aber man sollte ungefähr wissen wo der gute Michelin das Löchle hat. Es bleibt uns nichts anderes übrig als auf fremde und spezialisierte Hilfe zurück zu greifen. Das Angebot unserer freundlichen Helfer mit dem recht unverständlichen apulischen Dialekt einen Abschleppwagen zu organisieren, schlagen wir höflich aus. Stattdessen rufe ich die Notfallhotline der VHV Versicherung an. Der Schutzbrief muss verständlicherweise in Anspruch genommen werden. Ich bin positiv überrascht, unverzüglich und unbürokratisch läuft die Hilfe für uns an. Leichte aber entscheidende Kommunikationsprobleme führen allerdings zu Verzögerungen, Der Fahrer des Abschleppers findet uns nicht in der Einöde. Nach insgesamt 5 Stunden geht es dann doch noch mit erfolgreich geflicktem Reifen weiter und wir können uns dem ursprünglichen Ziel des Tages widmen:  das Castel del Monte

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Marokko 2016

Natürlich gibt es was zu erzählen, wenn man ganz alleine nach Marokko mit dem Motorrad reist. Es war wieder ein unvergleichliches Erlebnis im nördlichen Afrika mit der Yamaha MT 09 Tracer seine Kreise zu ziehen. Die hohen schroffen Berge des Atlas und Antiatlas sind absolut faszinierend, ebenso die Weite der Wüste. Dazu noch etwas Kultur und relaxen am Meer. Da lohnt sich doch die weiteste Anfahrt. Wie es mir in Marokko so ergangen ist, habe ich in diesem Reisebericht zusammengefasst und meine Impressionen, Gefühle und Erlebnisse aufgeschrieben.

Wen und wenn es interessiert … dann mal los!

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Rosso in Italia

Rosso in Italia

Mein Fuhrpark ist seit diesem Frühjahr um eine Bella erweitert worden. Eine Ducati Hyperstrada steht seit Kurzem neben der Yamaha und macht mir viel Freude. Das war ein Geschenk von mir für mich anlässlich eines runden Geburtstags. Nach reichlicher Überlegung komme ich zum Entschluss mit dem roten Spaß Mobil nach Italien zu fahren.

Das Moto hat ja serienmäßig zwei Koffer und einen Tankrucksack habe ich noch dazu gekauft. Also spricht nichts dagegen sich mit der Roten Bella auf den Weg über die Alpen zu machen.

Das Ziel für die nächste Woche wird Umbrien, etwas Toskana und die Marken sein. Diese Regionen sind jetzt vielleicht nicht so ganz im Fokus der Italienreisenden, allerdings habe ich auf diversen Touren schon die ein oder andere Ecke hier kurz besucht. Es war eigentlich immer zu wenig Zeit um sich etwas genauer umzuschauen. Wie ich bald feststellen muss, es lohnt sich auf jeden Fall hier sich ein paar Sachen etwas intensiver anzusehen.

Ok, dann wollen wir mal – hier ist meine Reisereportage – Rosso in Italia